Hon. Prof. (FH) Mag. Dr. Susanne Fink, MSc

Kompetenz - Engagement - Wissensvermittlung

Erfahren Sie mehr zu meiner Einstellung und Erfahrung
im Hinblick auf:

* Familie und Beruf
* Persönliche Haltung und Werte
* Arbeitsstil und -haltung
* Frauen in Führungspositionen

FAMILIE  und BERUF


Es ist ein sehr wichtiges Thema für alle Frauen, insbesondere Mütter die im Berufsleben stehen. Und vor allem dann, wenn „Frau“ Karriere machen will und/oder nicht die nötigen familiären Strukturen hinter sich hat, spitzt sich diese „Herausforderung“ zu, um Familie und Beruf „unter einen Hut zu  bekommen“!…. 

Hier ein sehr persönliches Wort  und vorallem aufrichtiges  Wort von mir dazu….


Also… ehrlich gesagt…..Dazu habe ich mir damals - als frisch gebackene, junge Mutter im anfangs (im Jahr 2000) nie wirklich Gedanken gemacht. Ich musste es auch nicht… was für ein Glück & Pech zugleich….. so meine heutige Sicht der Dinge! 


Anfangs war alles perfekt. Am Beginn meiner „Mutterkarriere“ hatte ich Glück. Ich konnte alle Rahmenbedingungen im privaten Umfeld vorfinden, die mich nicht über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Karriere grübeln ließen.


Meine engste Familie bestand aus einer  tollen Mutter und  Schwiegermutter  (Superoma´s), zwei aktiven Großvätern, einem familienlosen Bruder und eine kinderlose Schwägerin.  Allesamt konnten, neben dem Ehemann und Papa der „Kleinen“, von dem einzigen Nachwuchs in der Familie einfach nicht genug bekommen.  Alles  war perfekt!

Meine liebevolle, aufopfernde Mutter  stand mir stets zur Seite.  Sie verkörperte schon in meiner Kindheit die Rolle der „braven Ehefrau & Mutter“, die sich ausschließlich um unsere Familie und unser Zuhause kümmerte, nie einer Vollzeittätigkeit nachging und all ihr Tun und Handeln nach den Bedürfnissen unserer Familie ausrichtete. Auch als „Oma“ machte sie einen großartigen Job;  immer wenn ich Sie brauchte (insbesondere während  der Finalisierung meiner berufsbegleitenden Dissertation und meinen mehrjährigen, fachspezifischen Ausbildungen oder Hausbau). Sie war immer für mich da! Daneben  meine liebe Schwiegermutter, die sich auch jederzeit zum Babysitting anbot, obwohl sie als Unternehmerin selbstständig war, sich aber ihre Arbeitszeit selbst einteilen konnte.

Die beiden Großväter (nach anfänglichen “Umstellungsschwierigkeiten“   als „Opa“ angesprochen zu werden J) standen auch immer zur Seite;  insbesondere  dann, wenn die Omas zusätzliche (Transport)-Unterstützung brauchten.  Und last but not least, Bruder und Schwägerin, zwei tolle gleichaltrige Familienmitglieder, die durch die eigenen Kinderlosigkeit immer für „coole“ altersgerechte Ausflüge „meiner Kleinen“ zur Verfügung standen.


Doch so sollte es nicht bleiben. Acht Monate nach der Geburt meiner Tochter, wurden bei meiner Schwiegermutter handtellergroßen Metastasen diagnostiziert. Wir mussten  Sie voller Trauer und  in einem Prozess von nur wenigen Monaten Krankheit, zur Palliativstation,  bis hin zum Ableben begleiten. Die Geburt meines wunderbaren Sohnes ein paar Jahre später brachte viel zu kurz uneingeschränkte Familienfreuden, denn kurz danach bescherte uns das (Familien)Leben zwei  Schlaganfälle meines Bruders, eine völlig unerwartete Querschnittlähmung des Schwiegervaters und viele Krankenhausaufenthalte meiner Mutter.  Das alles im einem Zeitraum von wenigen Monaten. Schlussendlich hat der  Krebs über meine Mutter gesiegt.   Ein  Zeitpunkt, der mir endgültig den ganzen Boden unter den Füßen wegzuziehen drohte.

Kein Jahr später, wieder völlig unerwartet,  war der Todesfall meiner gleichaltrigen Schwägerin zu verkraften, die bis dahin liebevoll die „Oma-Tante-Doppelrolle“ eingenommen hat.  All das war einfach zuviel! Schlussendlich zerbrach auch die Ehe, nicht zuletzt an all den Schicksalsschlägen, neben weiteren  Geschehnissen und Rahmenbedingungen. Auch mein Vater, der Opa meiner Kinder verarbeitete zu diesem Zeitpunkt den Tod meiner Mutter durch „Abwesenheit“ und „Abwendung von der Familie“ und stand mir somit in dieser für mich sehr schweren Situation  zwei Jahre lang nicht zur Seite.


Also, ..schlussendlich stand ich mit meinen beiden Kindern völlig alleine da. So wie es vielen Frauen oft auch schon von Anbeginn Ihrer Mutterschaft gehen kann. „Also was tun?“ dachte ich mir.

Und das alles in einer Zeit, in der ich eigentlich meine Karriere (Lehrbeauftragungen an FH´s, Buchveröffentlichungen) vorantreiben wollte, alle Wege dazu auch schon „auf Schiene“ gestellt  habe. Ich musste in dieser Situation einfach „funktionieren“,  wie so viele Frauen es tagtäglich tun müssen!

Ich wollte Haus, Job und Karriere, alles neben der bestmöglichen Betreuung meiner geliebten Kinder nicht aufgeben, wollte alles gut „unter einen Hut bringen“ und habe – unbestritten  in vielen schlaflosen Nächten - Überlegungen angestellt und Pläne für weitere Vorgehensweisen geschmiedet.

Ich habe stets gewissenhaft überlegt, priorisiert, bestmöglich organisiert. Habe – wenn nötig -  meine Kinder teilweise  (als sie noch kleiner waren) sogar an die Fachhochschulen mitgenommen, sie liebevoll versorgt in der Zeit meiner Vortragstätigkeit um dann wieder gemeinsam heimzufahren. Alle meine Überlegungen gingen in die Richtung, alles zu stabilisieren, meinen eingeschlagenen Berufs/Karriereweg  erfolgreich weiter zu bestreiten und dennoch den Schwerpunkt immer in der Liebe und Verantwortung meiner Kinder dabei nie aus den Augen zu verlieren bzw. im Zweifelsfall bewusst in den Mittelpunkt zu legen.


GESCHAFFT ?!!! – jaaa!  Auf alle Fälle!!

Als alleinerziehende Mutter kann ich nun nach Jahren des Rückblick mit großer Zufriedenheit, aber auch Dankbarkeit, auf meine Entwicklung und die meiner Kinder zurück blicken. Meine Tochter hat mittlerweile einen internationalen Weg eingeschlagen und studiert in Amsterdam, mein Sohn – begnadeter technisch versiert wird nach der Unterstufe der Linz International School diesen Weg weiter einschlagen. Ich bin unglaublich stolz auf meine beiden wunderbaren Kinder und wünsche mir für die Beiden das Beste!

ALSO – wenn mich nun jemand fragt: „Was bedeutet es für Sie die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und haben sie dazu Erfahrungen ?  

Traue mir mit vollster Überzeugung behaupten :  „Ich weiß sehr gut, was es heißt Familie und Beruf“ unter einen Hut zu bekommen.. da kann  mir kaum jemand etwas „erzählen“ …..

 

Resümee & persönliche Überzeugung

Oft werde ich von Frauen in Diskussionen  nach dem „ Geheimnis meines Erfolges“ gefragt und ich würde das für mich persönlich in folgenden Punkten zusammenfassen:

  1. In jeder Herausforderung, die das Leben so mitbringt, eine Chance sehen ist meine Devise (so schwer es auch in manchen Momenten zu glauben ist)

 2. Stets  engagiert an den eigenen Zielen, Visionen, Wünschen konsequent und kontinuierlich weiterarbeiten, auch wenn „Stolpersteine“ immer viel Kraft kosten.

 

Und last but not least….

 

3. Wenn es einer Mutter gut geht, geht es auch den Kindern gut! Kinder spiegeln einen unglaublich… es bedarf nur einer Portion Ehrlichkeit zu sich selbst, das auch erkennen zu wollen, wenn die Kinder mal „schlecht drauf sind“.

 

                            Mit meinen aufrichtigen Worten möchte ich anderen (alleinerziehenden) Müttern Mut machen,

                                                                daß alles zu schaffen ist, wenn man es wirklich will!